Das Projekt Erdfarbenbilder zu gestalten, entstand aus dem Angebot von Herr Guido Jeker heraus, im Gang der Gemeinschaftspraxis meine Bilder aufzuhängen. Von Herrn Jeker wusste ich, das er erdige, natürliche Töne mag und er beschrieb mir auch den langen schmalen Flur, an deren linke Seite die Bilder (zehn sind es) Platz fänden.

So machte ich mich mit meinen Mallehrer Rolf Wullimann daran, das "Erdfarben-Projekt" zu gestalten.

Folgende Überlegungen machten wir uns; welches Format, wieviele Leinwände, Farbwahl, mit Sujet, ohne Sujet, Zeitfaktor bis zur Fertigstellung, etc.

  • Nachdem die Formate und Anzahl Leinwände (10 Stk.) klar waren, machte ich einen Entwurf bezüglich der Farben, welche ich harmonisch abstufen wollte. Da der Flur schmal verläuft, riet mir Rolf zu eher "ruhigen" Bildern, die alleine durch ihre Farben und nicht durch zusätzliche Sujets beengend wirken.
  • Der Zeitpunkt war auch klar, ich gab mir bis Ende Oktober Zeit und begann im September, hatte also zwei Monate Zeit.....
  • Zuerst galt es alle Bilder zu Grundieren, dazu verwendete ich weisse Acrylfarbe und vermengte diese mit speziellem Quarzsand, um schon gewisse Effekte zu erzielen. Dies klingt einfach, jedoch musste ich alle 10 Bilder nacheinander / gleichzeitig behandeln, damit die Struktur ähnlich und harmonisch wirkt! Ganz zu schweigen vom Platz! Aber Rolf's Atelier ist zum Glück gross genug und so fand sich genügend Platz zum trocknen.
  • Nach der Trocknungszeit von mindesten 24h ging es weiter. Da ich mit dem grossen Format und dunklelster Farbe anfangen und dann immer kleiner und heller werden wollte (zweck optischer Vergrösserung des Flurs) fing ich mit Umbra an.
  • So ging ich von Bild zu Bild, trug die Farben gemäss meines Entwurfes auf von dunkel zu hell und liess mich von der Grundstruktur zu Andeutungen von Formen inspirieren.
  • Danach machte ich mich daran die Bilder zu modifizieren und passte ein Bild farblich dem Anderen an, so das die Farben harmonisch ineinander griffen. Jeder Schritt machte ich zehn Mal und ich musste alle Bilder immer wieder nebeneinander aufstellen, um zu sehen, ob ich die Farben und Formen passend malte.
  • Nachdem die Farben stimmig waren, konnte ich mich an die Feinheiten machen. Da noch etwas "aufweissgen," hier ein störender / dominanter Farbtupfer abtönen, mit Kreide verschleiern, mit Neoart Formen betonen und modifizieren.
  • Dannn legten wir die fertigen Bilder hin und studierten sehr lange, wie denn nun die definitive Reihenfolge sein soll. So entstanden spannende Zusammenstellungen, welche zum Schluss zu einem überraschendendem Ergebnis führte (nicht wie auf dem Entwurf, muss ich dazu noch sagen!)
  • Nun signierte ich sämtliche Bilder hinten und fixierte die bemalten Seiten mit einem Spezialspray gegen Schmutz und UV-Einflüsse.
  • Freudig konnte ich dann Herr Jeker mitteilen, dass ich die Bilder fertig gestellt habe und wir machten einen Termin, eben am 19. November 2013 ab, um sie aufzuhängen.
  • Da ich meinen Mann Reto für die professionelle Installation gewinnen konnte, hingen die Bilder innert kürzester Zeit in der Gemeinschaftspraxis auf. Da bleiben sie nun bis ca August 2014 und erfreuen hoffentlich viele Leute.